"Das Drumherum!" - Die Rahmenbedingungen

Entstehung der Einrichtung und ihre Trägerschaft
Vernetzung des Kindergartens in den Kommunalgemeinden
Kindergartenbeirat
Lage und Einzugsgebiet
Gruppenangebot
Öffnungs- und Schließzeiten
Personal
Fort-, Weiter- und Zusatzausbildung
Räumlichkeiten
Außengelände

Entstehung der Einrichtung und ihre Trägerschaft
Die Nachbargemeinden Wrohm und Süderdorf entschieden sich für einen gemeinsamen Kindergarten mit Standort in Wrohm.
Die Ev. – Luth. St. Martins-Kirchengemeinde zu Tellingstedt übernahm die Trägerschaft für die neue Einrichtung.
Im Sommer 1998 öffnete der Ev. – Luth. Kindergarten „An der Friedenseiche“ dann seine Türen für die Kinder.

Für die Kirchengemeinde gehört der Kindergarten zu ihrem Selbstverständnis als Gemeinde, deshalb übernimmt sie mit ihrer Einrichtung Verantwortung für die Kinder, Eltern und Mitarbeitenden.
Im Evangelischen Kindergarten geschieht Lebensbegleitung im umfassenden Sinne.
Die Kirchengemeinde versteht ihren Auftrag als ganzheitliche Aufgabe, die sie in diakonischer Verantwortung als Angebot für alle Kinder, mit und ohne Behinderung und unabhängig von ihrer Religion, Nationalität oder Kultur wahrnimmt.

Das Leitbild der Ev. – Luth. St. Martins-Kirchengemeinde:

Als Kirchengemeinde Tellingstedt wollen wir für die Menschen aller Altersgruppen da sein, sie im christlichen Glauben bestärken und ihnen helfen, wenn sie Hilfe brauchen.
In der Hinwendung zum Menschen sehen wir unsere zentrale Aufgabe.
Bei der unterschiedlichen Einstellung der Menschen in Glaubensfragen legen wir Wert auf die christlichen Werte unter Beachtung der bestehenden Lebensgewohnheiten.
Wir wollen miteinander den Glauben bedenken, leben und feiern.
Durch die Angebote der Kirchengemeinde wollen wir das gemeinschaftliche Leben fördern.
Dabei sollen die Belange der einzelnen Dörfer genauso im Blick bleiben wie die Gesamtheit der Kirchengemeinde.

Da die St. Martins-Kirchengemeinde in ihrem Leitbild in der Hinwendung zum Menschen das zentrale Motiv der kirchlichen Arbeit sieht, bedenken, leben und feiern wir gemeinsam den Glauben.
Besondere Höhepunkte im laufenden Kindergartenjahr sind unsere vielfältigen und sehr unterschiedlich gestalteten Familiengottesdienste, die gemeinsam von dem Kindergarten und der Gemeinde vorbereitet und durchgeführt werden.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass wir uns an den traditionellen Gottesdiensten und anderen Angeboten beteiligen, z. B.:


Ein Gottesdienst der besonderen Art in der "Friedenskirche": "Feierabendmahl" am Gründonnerstag!

Gemeinsam mit den Erzieherinnen sorgt die Kirchengemeinde als Träger für eine optimale Betriebsführung und unterstützt die Weiterbildung der fachlichen Arbeit durch Gewährleistung von Fachberatung und Fortbildung.
Der Träger ist unser Bindeglied nach außen.
Zum beständigen Dialog und Informationsaustausch treffen wir uns regelmäßig mit Mitgliedern des Kirchenvorstandes.
Mehrmals im Jahr nehmen wir an Kirchenvorstandssitzungen und Konventen teil.
Mitarbeiterinnen und Mitglieder des Kirchenvorstandes sind zusammen im Personal- und Kindergartenausschuss vertreten.

Vernetzung des Kindergartens in den Kommunalgemeinden
Unser Kindergarten ist in die Dörfer Wrohm und Süderdorf sowie ins Umland eingebunden und trägt durch die Pflege von bestehenden Beziehungen zu anderen Institutionen zum Gemeinwesen bei.
Der Kindergarten öffnet sein Haus und das Außengelände für Begegnungen und wirkt bei Dorffesten und anderen Aktionen in seinem Umfeld mit.
VertreterInnen aktiver Gruppen Wrohms und der Umgebung treffen sich ca. vierteljährlich, um gemeinsame Angebote für Große und Kleine zu planen und auf den Weg zu bringen.

An der finanziellen Ausstattung des Kindergartens sind, neben den Eltern, der Kirchengemeinde als Träger und dem Kreis bzw. dem Land, maßgeblich die kommunalen Partner Wrohm und Süderdorf beteiligt.


"Unser Kindergartentrecker" nimmt am Ernte-Dank-Umzug durch Wrohm teil!

Kindergartenbeirat
Je zwei gewählte VertreterInnen der Gemeinden, des Kirchenvorstandes, des Personals und der Elternschaft bilden den Kindergartenbeirat.
Dieser tagt zwei bis sechs Mal im Jahr, um über Tagesordnungspunkte wie Ferienregelungen, Verwendung von Spendengeldern und andere zu beschließen.
Die GemeindevertreterInnen haben hierbei eine beratende Funktion.

Unsere VertreterInnen für das Jahr 2007/2008 sind:
1. Elternvertreterin: Inga Szillat-Harder, 2. Elternvertreterin: Ina Rohde, Sicherheitsbeauftragter: Andreas Stuck


Lage und Einzugsgebiet
Der Kindergarten liegt zentral im Dorf.
Die öffentlichen Einrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe.
Durch die ländliche Umgebung ergeben sich vielfältige Möglichkeiten für Aktivitäten in der Natur.
Zum Einzugsgebiet der Einrichtung gehört die Gemeinde Wrohm mit den Ortsteilen Alten-, Neuen- und Lexfähre sowie die Gemeinde Süderdorf mit den Ortsteilen Lendern, Lüdersbüttel, Schelrade und Wellerhop.
In Ausnahmefällen werden auch Kinder aufgenommen, die außerhalb des Einzugsgebietes wohnen.

Gruppenangebot
Der Kindergarten „An der Friedenseiche“ betreut eine Gruppe mit 20 Jungen und Mädchen im Alter von drei bis sechs Jahren. Es gibt zwei Notplätze.


Gruppenbild 2008/2009

Öffnungs- und Schließzeiten
Die Einrichtung ist montags bis freitags in der Zeit von 8 – 12 Uhr geöffnet.
Frühdienst wird in der Zeit von 7.30 Uhr – 8.00 Uhr, Spätdienst in der Zeit von 12.00 – 12.30 Uhr angeboten.
Die Kinder werden bis 9 Uhr gebracht.
Der Kindergarten schließt in der Regel für sechs Wochen im Jahr.
Die Kindergärten „An der Friedenseiche“ und „Kleiner Stern“ (Dellstedt) gehen im Wechsel in die Sommerferien, so dass die Kinder der gerade geschlossenen Einrichtung im Nachbarkindergarten Notplätze nach Absprache beanspruchen können.

Personal
In der Gruppe arbeiten zwei pädagogische Fachkräfte.
Eine staatlich anerkannte Erzieherin und Sozialfachwirtin ist als Kindergarten- und Gruppenleiterin mit 30 Wochenstunden in der Einrichtung tätig und eine weitere Erzieherin als Zweitkraft mit 25 Wochenstunden.
Für die Vertretungsregelung gibt es eine pädagogische Fachkraft, die bei Bedarf einspringt.
Eine Reinigungskraft sorgt zwei Stunden täglich für saubere Räumlichkeiten.
Als Angestellte der St. Martins-Kirchengemeinde gehören die Mitarbeiterinnen der Ev. – Luth. Kirche an.


Nathalie Gensheimer, Doris Ziehl, Janine Ahmer, Antje Goebel, Gudrun Ahmer


Unsere Vertretungskraft Larisa Citerkop (sozialpädagogische Assistentin)

Fort-, Weiter- und Zusatzausbildung
Die Qualität unserer Arbeit basiert auch auf der Fachkompetenz der pädagogischen Mitarbeiterinnen.
Deshalb sehen wir Erzieherinnen den Bildungsbereich als einen festen Bestandteil unserer Berufstätigkeit an.
Aus diesem Grund nutzen wir circa fünf Tage im Jahr für ein- oder mehrtägige Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen.
Jede Erzieherin hat eine einjährige Zusatzausbildung im Bereich der Sprachheilpädagogik vorzuweisen.
Außerdem erwarben die pädagogischen Fachkräfte in einer halbjährigen Fortbildung des Radiosenders „Offener Kanal Westküste“ den Audioführerschein und erarbeiten gelegentlich mit der Kindergartengruppe und interessierten Erwachsenen Radiobeiträge für den Sender.
Die Leiterin hat eine Langzeitausbildung zur staatlich anerkannten Sozialfachwirtin nach der neuen EU-Norm absolviert und die Zusatzausbildung zum Erwerb der theologisch-religionspädagogischen Grund- und Aufbauqualifizierung TRG und TRA abgeschlossen.
Auch die Zweitkraft verfügt über die TRG-Qualifizierung.
Das Lesen von Fachliteratur und Fachzeitschriften, sowie der Austausch über den Inhalt ist ebenfalls eine Bildungsmaßnahme und für uns eine Selbstverständlichkeit.
Die Leitungskraft ist außerdem als Kirchenkreisbeauftragte für alle Ev. Kindertageseinrichtungen des Kirchenkreises Norderdithmarschen tätig und sorgt für einen transparenten Informationsaustausch zwischen den Einrichtungen, den Trägern, dem Kirchenkreis und dem Landesverband für Ev. Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein.
Sie berät in Problemsituationen und/oder verweist an entsprechende Anlaufstellen.

Räumlichkeiten
Die Räumlichkeiten des Kindergartens gehören der Kommune und befinden sich im Schulgebäude in der ehemaligen Lehrerwohnung.
Durch den Windfang im Eingangsbereich, in dem sich die Elterninfowand und der Wechselwäscheschrank der Kinder sowie unsere Andachtsecke befinden, geht es in den Flur.


Andachtsecke - Möglichkeit der Besinnung: "Ich bin Gott wichtig!"

Gleich links kommt der Gruppenraum.
Dieser ist der größte Raum der Einrichtung und der zentrale Ort für Aktivitäten.
Damit die Kinder sich selbstständig entwickeln und ihren Bedürfnissen nachgehen können, gibt es unterschiedliche Spielbereiche:

Bei der Raumgestaltung und Ausstattung ist es uns wichtig, dass wir sie zusammen mit den Kindern, je nach Situation und Thema, flexibel verändern können.
Hierbei achten wir darauf, dass es nicht zu einer Reizüberflutung kommt.

Durch den Gruppenraum geht es in den Materialraum, der für die Kinder frei zugänglich ist und einigen Kindern als Rückzugsmöglichkeit dient.

Im Flurbereich befinden sich die Garderoben der Kinder mit einem Eigentumsfach.
Der Flur wird gern als zusätzliche Bewegungs-, Spiel- und Baufläche genutzt.


Auch unsere "Kürbisaushöhlaktion" findet im Flur genügend Platz!

Wer im Flur scharf rechts abbiegt, findet den kindgerecht ausgestatteten Wasch- und Toilettenraum der Kinder.
Er beherbergt für jedes Kind eine Zahnputzstation mit einem eigenen Handtuch.
Der Raum dient als Nassraum auch für Angebote mit Wasser.

Weiter geradeaus im Flur befindet sich hinter der nächsten Tür links die Putzkammer, die aus Sicherheitsgründen stets verschlossen ist und daher nur gemeinsam von den Kindern und einer Erzieherin betreten wird, um Reinigungsmaterial zu holen.

Die nächste Tür rechts führt in die Küche, in der vielfältige Aktionen mit Kleingruppen rund um die Nahrungszubereitung sowie der Abwaschdienst der Kinder stattfinden.


Ganz selbstverständlich erledigen auch unsere Jungen den Küchendienst!

Hinter der letzten Tür links im Flurbereich verbirgt sich das Mitarbeiterinnen-WC, das natürlich auch unseren  Eltern und Besuchern zur Verfügung steht, die Duscheinrichtung für größere Malheure und die Erste-Hilfe-Ausstattung.

Am Ende des Flures befindet sich der Büroeingang.
Das Büro ist für Leitungsaufgaben und als Gesprächsraum ausgestattet.
Die Kinder finden dort eine weitere Ruhe- und Leseecke mit großzügig eingerichteter Kinderbücherei.


Auch Puzzlen können wir hier in Ruhe!

Als Bewegungsraum nutzen wir die Turnhalle, die sich direkt neben dem Kindergartengelände befindet.

Es gibt einen festen Turnhallentag in der Woche, an dem die Kinder die Räumlichkeiten so gestalten können, wie es ihren Bedürfnissen und ihrem Entwicklungsstand entspricht.
Mit den Kindern bauen wir „Bewegungslandschaften“ auf.
So wird z. B. aus den Kletterseilen mit davor- und dahintergestellten Kästen ein Dschungel mit riesigen Bäumen und Lianen.


Wir knüpfen ein "Spinnennetz" ...


... und fangen "Käfer und Insekten"!


Wer bekommt die Beine am höchsten? Achtung, Gleichgewicht halten!


"Kistenversteck" unter dem Schwungtuch!

Außengelände
Die Außenanlage erstreckt sich großzügig halb um das Gebäude.
Sie bietet genügend Platz für vielfältige Spielmöglichkeiten, um den Kindern Erfahrungen in den Bereichen Natur, Spiele und Bewegung zu ermöglichen.

Vorne befindet sich eine Rasenfläche mit Kletter- und Schaukelbaum.
Der Baum lädt die Kinder ein, ihren Körper, ihre Geschicklichkeit und Motorik zu erproben und weiterzuentwickeln.

Vor der Eingangstür des Kindergartens haben wir eine gepflasterte Fläche zur Nutzung von Kinderfahrzeugen und zum Malen.

Hier gibt es auch ein großes Blumenbeet, welches gemeinsam mit den Kindern gestaltet und gepflegt wird.

Hinter dem Gebäude ist eine weitere, große Rasenfläche mit einem Rutschenhaus, einem „Wackelteller“ für bis zu vier Personen, einem „Zelt“ aus mit Efeu bewachsenen Bohnenstangen, einer Regentonne, einem Pfahlhaus mit Leiter und Kletterseil, einer Balancierstation, einer Sandkiste, einer Wackelbrücke, einer großen Holzlok mit drei unterschiedlich gestalteten Wagons sowie zum Teil von den Kindern gepflanzten Obstbäumen, die im Herbst von uns abgeerntet werden.


Hurra, Richtfest! Unser Außengelände hat ein "Pfahlhaus" bekommen!

Die Rasenfläche fordert zum Fußballspielen und Toben auf.
Das Rutschenhaus, das Efeuzelt, das Pfahlhaus, die Holzeisenbahn und ein langer Wall bieten Rückzugsmöglichkeiten.


"Wir wollen jetzt mal allein sein!"

Hier können sich die Kinder unbeobachtet fühlen und auch einmal allein sein.
Das Spielen auf der Wackelbrücke, der Balancierstation oder auf dem Wackelteller macht einfach Spaß und schult, ganz nebenbei, das Körpergefühl und den Gleichgewichtssinn.


Wie schon unser Pfahlhaus wurde auch unsere Wackelbrücke kompetent und kostengünstig vom Tischlereiteam der Werkstatt für Behinderte in Heide, unter Anleitung von Herrn König, in freundlicher Kooperation gestaltet und aufgebaut. Danke schön!

Die Sandkiste ermöglicht es den Kindern ihrer Phantasie und Kreativität mit dem Naturelement freien Lauf zu lassen.
In Verbindung mit dem Regentonnenwasser können die Kinder nach Herzenslust matschen und gestalten.


Unsere Sandkiste hat neuen Kies bekommen!

Naturgemäß verbringen wir im Sommer mehr Zeit auf dem Außengelände als im Winter.
An besonders warmen Tagen können sich die Kinder in aufgestellten Wannen erfrischen oder mit Wasserspielen vergnügen.

Während eines Projektes zimmerten wir mit den Kindern ein Hochbeet.
Das hier wachsende Gemüse und die Kräuter werden ebenfalls von den Kindern umhegt und verarbeitet.

Zwei kleine Abstellräume dienen der Unterbringung der Spiel- und Arbeitsgeräte.
Die Kinder regeln den Schuppeneinräumdienst während des Draußenspielens eigenverantwortlich.

Für die angrenzende Gemeindewiese, die durch einen von den Kindern bepflanzten Wall vom Gelände abgetrennt ist, gibt es ein gemeinsames Nutzungsrecht mit der Schule.
Auch hier bietet sich unbeobachtetes Spielen und Toben sowie das Erkunden der Wiesenpflanzen, Insekten und Kleintiere an.

Um Freiräume zu gewähren, führen wir Erzieherinnen die Aufsicht in zurückhaltender Präsenz.

Wir nutzen ebenfalls die nähere und weitere Umgebung des Kindergartens, um den Kindern weitere Natur- und Umwelterfahrungen zu ermöglichen.