"Gemeinsam knüpfen wir ein Netz!" - Die Kooperation des Ev. Kindergartens "An der Friedenseiche" und der Grundschule "Eider-Schule"

Kindertageseinrichtungen und Grundschulen haben jeweils einen eigenen Bildungs- und Erziehungsauftrag, der in den jeweiligen Gesetzen und Ausführungsbestimmungen niedergelegt ist.
Gemeinsam ist ihnen das Ziel, die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern.
Die Einrichtungen sind nach §5 Abs. 4 des Kindertagesstättengesetzes und den Leitlinien zum Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen sowie nach §3 des Schulgesetzes dazu angehalten, beim Übergang der Kinder von der einen in die andere Institution zusammenzuarbeiten.

Die Grundschule und der Wrohmer Kindergarten legen Wert auf eine gute Zusammenarbeit und Vernetzung, denn schließlich schaffen die Einrichtungen die Voraussetzungen für den weiteren Lebensweg der Kinder und deren Einstellung zu Bildung und Lernen.
So ist es für die Institutionen selbstverständlich, dass sie voneinander lernen und sich absprechen, z. B. welche Bildungsinhalte zu welchem Zeitpunkt vermittelt, bzw. erwartet werden, um den Einrichtungswechsel für die Kinder zu erleichtern und Bildungsprozesse effektiv zu gestalten.
Das gemeinsame Ziel ist es, die Neugier und Unbefangenheit der Kinder zu erhalten und sie als eine lebenslange Bereitschaft zum Lernen zu festigen.

Die Leiterinnen des Kindergartens und der Grundschule verabreden Grundsätze und Regelungen für die Zusammenarbeit und beziehen die Eltern und Elternvertretungen in die Arbeit mit ein.
Um eine bestmögliche Feinabstimmung zu erreichen, entbinden die Eltern das Fachpersonal des Kindergartens von ihrer Schweigepflicht gegenüber der Schule.

Außerdem stimmen sich die Leitungskräfte der Einrichtungen für gemeinsame Fort- und Weiterbildungen ab und organisieren diese gegebenenfalls. Z. B. eine Fortbildung mit Erzieherinnen und Lehrkräften zum Thema „Phonologische Bewusstheit“.

Die Schulleiterin nimmt nach den Sommerferien an der Begrüßungsphase eines Elternabends des Kindergartens teil. Sie stellt sich und die geplante Schuleintrittsphase vor und beantwortet aufgetretene Elternfragen.

Die Teams beider Institutionen planen, je nach Bedarf, bei Zusammenkünften im Lehrerzimmer in Wrohm oder im Kindergarten, gemeinsame Vorhaben sowie Aktivitäten, tauschen sich über die verschiedenen Arbeitsweisen sowie Methoden und ihre Erfahrungen aus und informieren sich gegenseitig über ihre Konzepte und Schulprogramme. Durch gegenseitige Besuche in den Räumlichkeiten wird über aktuelle Themen und Arbeiten der Kinder informiert. 
Bei der Planung einrichtungsübergreifender Angebote wird die religionspädagogische Arbeit des Kindergartens berücksichtigt und so fließen religionspädagogische Elemente in die Arbeit mit ein, z. B. beim Projekttag „Erntedank auf brasilianisch“. Hier wurde nicht nur gemeinsam gekocht, gegessen, gefeiert und getanzt, sondern auch gemeinsam gedankt, gebetet und es wurden christliche Lieder gesungen.

Folgende gemeinsame Aktionen sind im Laufe des Jahres möglich: 

Die pädagogischen Fachkräfte klären und stimmen die gegenseitigen Erwartungen hinsichtlich von Kenntnissen, Grundfertigkeiten und Lernverhalten der Kinder ab und tauschen sich, nach Absprache mit den Eltern, beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule über den individuellen Entwicklungsstand der Kinder aus. 

Grundlage hierfür bilden die letzten Entwicklungsberichte des Kigas über das einzelne Kind, speziell der alle Bildungsbereiche umfassende Bericht nach den Bildungsleitlinien sowie persönliche Eindrücke der Lehrkräfte bei Spontanbesuchen im Kiga und der Eindruck vom Kind nach dem gemeinsam durchgeführten Schulanfängerprojekttag vor den Sommerferien.
Die Schulanfänger nehmen in Kleingruppen an einem von Lehrerinnen und pädagogischem Personal gestalteten Projekttag in der Grundschule „Eiderschule“ teil.
Gemeinsam mit einem älteren Schulkind, welches als Pate/Patin fungiert, werden bis zu 20 „Arbeitsstationen“ aus den Bildungsbereichen und Themenfeldern der Bildungsleitlinien spielerisch durchlaufen.

Neben der allgemeinen Förderung unter ganzheitlichem Aspekt liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Förderung der Sprachentwicklung.

Um in diesem Bereich möglichen Förderbedarf abzustimmen, werden die Ergebnisse des Seldak-Bogens (Staatsinstitut für Frühpädagogik, München), der mit jedem Kind, welches mindestens ein Jahr den Kiga besucht hat, erarbeitet wird, zu Grunde gelegt. Für Kinder nicht deutscher Herkunft wird der Sismik-Bogen verwendet.                                                                                                                                                                       
Des Weiteren testet eine Fachkraft für Logopädie, die für das Einzugsgebiet zuständig ist, alle Kinder, bei denen eventuelle Bedenken bestehen.  
Sie bespricht ihren Eindruck mit dem Personal sowie den Eltern und leitet mit ihnen gegebenenfalls Fördermaßnahmen in die Wege.

Als Präventivmaßnahme läuft seit September 2007, dienstags und donnerstags im Frühdienst des Kindergartens, für je eine halbe Stunde ein Sprachförderprogramm nach den Vorgaben des Kreises Dithmarschen für besonders auffällige Kinder (Kleingruppenarbeit).

Die Lehrkräfte geben dem Kiga-Personal während des ersten Schulhalbjahres in regelmäßigen Abständen eine Rückmeldung, wie sich die ehemaligen Kiga-Kinder im Schulbereich entwickeln, um die Vernetzung zwischen Kindergarten und Grundschule und den Übergang von der einen zur anderen Institution zu reflektieren.


Ein Jahr Französisch - Die Folgen: Gemeinsames Französischprojekt mit der Schule!


Große Kürbisbrötchen Backaktion anläßlich des Weltkindertages!


Wir überraschen die Schulkinder mit einem Pausensnack!


Wir laden die 1. und 2. Klasse zu unserem Nikolaustheater ein!

Es finden gemeinsame Projekttage mit Grundschulgruppen statt. Zum Beispiel zu Erntedank: Unter dem Motto "Erntedank auf brasilianisch" wurden in kleinen gemischten Arbeitsgruppen leckere Speisen und Getränke zubereitet. So gab es exotische Mixgetränke mit Fruchtspießen, einen überbackenen Bananen-Vanille-Auflauf und eine "Feijáo" (Reispfanne mit Hähnchenbrust, Mango, Papaja, Mais, Paprika und roten Bohnen). Die Krönung des Vormittages war natürlich das gemeinsame Essen! Einige Kinder hatten eine lange Tafel festlich gedeckt und nach einem "Guten-Appetit-Lied" wurden alle Köstlichkeiten getestet. Viele Kinder waren erstaunt, wie gut so "ein ganz anderes Essen" mundet. Nach dem Festmahl wurde noch zusammen getanzt. Selbstverständlich brasilianische Tänze! Einstimmig stellten alle Kleinen und Großen fest: "Es war ein schöner Tag des Miteinanders!" - Dringend wiederholungsbedürftig!


Schulkind Lisa kennt sich im Kiga noch gut aus! Mit unserer Schulpraktikantin Patrizia werden Fruchtspieße gestaltet!


Der Auflauf kann jetzt überbacken werden! Unser gemeinsames Festmahl!

Ein weiteres Beispiel für das partnerschaftliche Miteinander zwischen den Einrichtungen und den gelungenen Übergang vom Kiga in die Schule: Ehemalige Kiga-Kinder, die inzwischen die zweite bis fünfte Klasse besuchen, führen mit Begeisterung ein selbstgeschriebenes Theaterstück, passend zum aktuellen Projekt "Bergwelten!", auf!


Auch ein gemeinsamer Waldtag mit der ersten Schulklasse begeisterte alle TeilnehmerInnen!